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Früherkennungs-Untersuchungen - Sorge um die Vorsorge?

Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebsleiden und Stoffwechsel-Erkrankungen stehen an der Spitze der Todesursachenstatistik.

Aber schon der Gedanke an bestimmte Vorsorge-Untersuchungen ist vielen Deutschen unangenehm, sodaß viele sinnvolle Gesundheitsprüfungen, obwohl kostenfrei ( auch die Praxisgebühr entfällt, wenn nur Vorsorge-Untersuchungen im Quartal in Anspruch genommen werden ) von gesetzlichen Krankenkassen angeboten, nicht in Anspruch genommen werden.

Zu allen im Leistungskatalog aufgeführten Vorsorgeuntersuchungen gehen nur 28 % der Männer und 42 % der Frauen.

Seit Einführung der Praxisgebühr am 1. 1. 2004 sind nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung ( KBV ) nicht nur die Zahl der Behandlungsfälle, sondern auch die Inanspruchnahme der Vorsorge-Untersuchungen zurückgegangen. Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte verzeichneten demnach bei der Krebsfrüherkennung für Männer einen Rückgang um 5,7 % im Vergleich zum Vorjahreszeit- Raum. Bei Frauen sank die Zahl um 3,1 %. Ebenfalls rückläufig war die Inanspruchnahme des Chek up um 3,8 %.

Dabei werden die Möglichkeiten der Früherkennung ständig vielfältiger und zuverlässiger. Spezielle Untersuchungen auf einen Tumormarker im Stuhl sowie die Laboruntersuchung auf Prostatakrebs ( PSA ) sind diesbezüglich Innovationen. Als erweiterte Vorsorgeleistungen sind sie zur Zeit zwar noch privat zu zahlen, verbessern aber die Treffsicherheit der Präven- tionsmaßnahmen deutlich, und das zu erschwinglichen Preisen.

Nutzen Sie deshalb die Möglichkeiten der Früherkennungs-Untersuchungen, die die gesetz- lichen Krankenkassen kostenfrei anbieten:

Gesundheitsuntersuchung ( Chek up ) für alle ab 35. Lebensjahr. Beinhaltet die eigene Krankengeschichte und die der Angehörigen, eine körperliche Untersuchung, Bestimmung von Blutzucker und Gesamtcholesterin sowie eine Urin-Untersuchung. Der Chek up wird alle 2 Jahre durchgeführt.

Krebsvorsorge für Männer ab 45. Lebensjahr: Beinhaltet die Untersuchung der Haut, der äußeren Genitale, die Tastuntersuchung des Mastdarms und der Prostata sowie die Stuhl- Untersuchung auf verstecktes Blut. Die Krebsvorsorge kann jährlich in Anspruch genommen werden, der Stuhltest nur alle 2 Jahre.

Hautkrebs-Vorsorge für alle Versicherten ab 35. Lebensjahr. alle 2 Jahre.
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Für diese Untersuchungen ist es erforderlich, einen Termin zu vereinbaren.

Sollten Sie über diese Früherkennungsuntersuchungen hinausgehende Untersuchungen wie erweiterte Labordiagnostik, EKG usw. wünschen, informieren Sie sich bitte unter "Spezielle Leistungen".